Wettbewerb Innovative Wege zur Pflege

Mit der Wettbewerbsreihe „Innovative Wege zur Pflege“ werden vielfältige Impulse für die Weiterentwicklung der Pflege in Bayern aufgegriffen und sichtbar gemacht. Im Mittelpunkt stehen kreative Ansätze und neue Ideen, die dazu beitragen, Pflege zukunftsorientiert zu gestalten und weiterzudenken.

Die vorgestellten Beiträge zeigen unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungsansätze, die Anregungen für Praxis, Planung und Weiterentwicklung geben können. Sie verdeutlichen die Bandbreite an Möglichkeiten, wie Pflege und Unterstützung künftig gestaltet werden können.

Wettbewerb 2025

Die Wettbewerbsreihe „Innovative Wege zur Pflege“ will unterschiedliche, zukunftsweisende Ansätze und Projekte in Bayern sichtbar machen. Neben bereits realisierten Projekten konnten im Jahr 2025 auch Ideen, Projektskizzen oder Planungen eingereicht werden. Mit dem Schwerpunkt „Visionen für eine pflegegerechte Gesellschaft“ lag der Fokus im Jahr 2025 auf der Förderung und Verbesserung der Lebensqualität von Pflegebedürftigen oder von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen, ihren Angehörigen sowie von Menschen, die in der Pflege tätig sind.

Die Preisträger*innen des Wettbewerbs 2025

Drei herausragende Projekte wurden im Wettbewerb „Innovative Wege zur Pflege 2025“ mit Preisgeldern in Höhe von 1.000 bis 2.500 Euro ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten die Preisträger*innen ein Experten-Coaching zur Unterstützung der Weiterentwicklung ihrer innovativen Ansätze. Die Preisverleihung erfolgte am 26. März 2026 im Rahmen des 4. Kongresses „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ in Regensburg durch Frau Staatsministerin Judith Gerlach. Jedes Projekt wurde dabei mit einer eigenen Laudatio öffentlich gewürdigt.

Lernen Sie die ausgezeichneten Projekte des Wettbewerbs 2025 durch die jeweiligen Steckbriefe kennen:

  • 1. Preis: 
    Gemeinsam für Pflege –
    Pflege-Camp Aschaffenburg

    • Landkreis und Stadt Aschaffenburg
    • 244.036 (Einwohner*innen)

    Das Pflege-Camp ist eine einrichtungsübergreifende Praktikumswoche, in der Jugendliche und Quereinsteiger*innen praxisnahe Einblicke in verschiedene Pflegesettings erhalten und erste Erfahrungen sammeln können.

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  • 2. Preis:
    DorfVital 360° -
    Prävention und Pflege durch Gemeindegesundheitskräfte

    • Landkreis Coburg
    • 84.468 (Einwohner*innen)

    DorfVital 360° ist ein sozialraumorientiertes Versorgungsmodell im ländlichen Raum, das durch Gemeindegesundheitskräfte präventive Angebote stärkt und Pflege, medizinische Versorgung sowie soziale Teilhabe eng miteinander vernetzt.

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  • 3. Preis:
    FELIX - Das digitale Präventionssystem

    • Landeshauptstadt München
    • 1.505.005 (Einwohner*innen)

    FELIX ist ein digitales Präventionssystem mit intuitiver Oberfläche, das Bewegungs-, kognitive und psychosoziale Angebote bereitstellt und sich flexibel in Pflege- und Betreuungsalltage integrieren lässt.

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    Träger*innen von Anerkennungen des Wettbewerbs 2025

    Ergänzend zu den drei Preisträgerprojekten wurden drei weitere Projekte mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Die Würdigung dieser Projekte erfolgte ebenfalls im Rahmen des 4. Kongresses „Gute Pflege. Daheim in Bayern“.

    Lernen Sie die Anerkennungsträger*innen des Wettbewerbs 2025 durch die jeweiligen Steckbriefe kennen:

  • Anerkennung: 
    Pflegeübungszentrum (PÜZ) Rhön Grabfeld

    • Mellrichstadt
    • 5.530 (Einwohner*innen)

    Das Pflegeübungszentrum Rhön-Grabfeld ist ein praxisnahes Trainingsangebot, in dem pflegende Angehörige und Interessierte Pflegesituationen realitätsnah erproben und Sicherheit im Umgang mit Pflege gewinnen können.

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  • Anerkennung: 
    Kompetenzcenter Pflege Kronach

    • Landkreis Kronach
    • 64.545 (Einwohner*innen)

    Das Kompetenzcenter Pflege Kronach im Landkreis Kronach ist eine zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle, die Beratung, digitale Angebote und individuelle Begleitung bündelt, um die häusliche Versorgung zu stärken und die Pflege im Landkreis nachhaltig weiterzuentwickeln.

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  • Anerkennung: 
    TechNurse - Making voices heard in MedTech

    • Stadt Landshut
    • 71.863 (Einwohner*innen)

    TechNurse ist eine Plattform, die Fachkräfte aus Pflege, Medizin und Therapie mit der Medizintechnik vernetzt, um Praxiserfahrungen frühzeitig in die Entwicklung neuer Produkte einzubringen.

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  • Voraussetzung der Teilnahme und Bewertungskriterien

    Der Wettbewerb „Innovative Wege zur Pflege 2025“ richtete sich an zukunftsweisende Projekte und innovative Ansätze im Bereich der Pflege mit dem Schwerpunkt “Visionen für eine pflegegerechte Gesellschaft”. Teilnehmen konnten ausschließlich Projekte, die die nachfolgenden Kriterien erfüllen und einen erkennbaren Beitrag zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung leisten.

    Visionär und preiswürdig sind Ideen, die …

    ✔ … zu einer nachhaltigen und menschenzentrierten Weiterentwicklung der Pflege beitragen.
    ✔ … neue Akteure und Denkansätze in den fachlichen und gesellschaftlichen Diskurs einbinden.
    ✔ … die Lebensqualität der Zielgruppen – Pflegebedürftige und von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen,   
            ihre Angehörigen sowie Pflegekräfte – fördern.
    ✔ … die Strukturen in der Pflege nachhaltig weiterentwickeln.
    ✔ … im ambulanten oder teilstationären Bereich in Bayern angesiedelt sind.

    Die Auswahl der Preisträgerprojekte sowie der Projekte, die mit einer Anerkennung gewürdigt wurden, erfolgte auf Grundlage eines strukturierten Bewertungsverfahrens. Insgesamt lagen der Bewertung sieben zentrale Kriterien zugrunde, anhand derer die eingereichten Projekte systematisch geprüft und miteinander verglichen wurden. Ziel war es, jene Projekte auszuwählen, die in besonderer Weise zur Weiterentwicklung der Pflege beitragen und neue, tragfähige Lösungsansätze aufzeigen.

    Bewertungskriterien:

    3. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
    • 1. Innovationsgrad

      Wie neu und kreativ ist die vorgeschlagene Idee?

      Bringt sie frische Ansätze zur Verbesserung der Situation der Zielgruppen, der Pflege und/oder des Wohnens?

    • 2. Praktische Umsetzbarkeit

      Ist die Idee realistisch und umsetzbar?

      Gibt es einen klaren Plan, wie die Idee in die Praxis umgesetzt werden kann?

    • 3. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung

      Berücksichtigt das Konzept die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit?

      Wie trägt es zur langfristigen Verbesserung der Lebensqualität der Zielgruppen bei? 

      Wie werden bestehende Strukturen miteinbezogen, verbessert und/oder ergänzt? 

      Wie werden Doppelstrukturen vermieden?

    • 4. Bedarfsgerechtigkeit

      Inwiefern adressiert der Vorschlag die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppen?

      Orientiert sich das Konzept an den jeweiligen Bedarfen des sozialen Nahraums?

    • 5. Partizipation

      Wie werden die Zielgruppen sowie Expert*innen der Pflege und der Seniorenarbeit in die Entwicklung der Ideen einbezogen?

    • 6. Wirkung auf die Gesellschaft

      Welche positiven Effekte hat die Idee auf die Gesellschaft insgesamt?

      Fördert sie beispielsweise die Entstehung von Sorgenetzwerken, ein Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung für Pflege oder ein besseres Verständnis und/oder eine positive Einstellung zur Pflege?

    • 7. Vernetzung und Interdisziplinarität

      Inwieweit integriert der Beitrag verschiedene Akteure (Zielgruppen, Kommunen, Bürgerschaft, Anbieterkreis …), Fachrichtungen und Perspektiven, um umfassende Lösungen zu entwickeln?

    Fachjury 2025

    Die finale Bewertung sowie die Auswahl der Preisträgerprojekte und der Träger*innen von Anerkennungen erfolgten durch eine Fachjury. Die Fachjury 2025 setzte sich aus Vertreter*innen unterschiedlicher Bereiche zusammen und gewährleistet damit eine vielseitige und fachübergreifende Bewertung der eingereichten Beiträge. 

    Beteiligt waren Expertinnen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie innovations- und gründungsnahen Organisationen, ergänzt durch Vertreterinnen aus praxisnahen Einzelprojekten. Ebenso wurden die fachlichen Perspektiven von Berufs-, Fach- und Wohlfahrtsverbänden, der Kommunen sowie von Fachpersonen aus den Bereichen Planung, Architektur und Barrierefreiheit einbezogen. Auch die strategisch-institutionelle Ebene war durch Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie des Bayerischen Landesamts für Pflege beteiligt.

    Alle Jurymitglieder verfügten über direkte oder indirekte Bezüge zum Themenfeld Pflege und brachten ihre unterschiedlichen fachlichen Perspektiven in den Bewertungsprozess ein.

    Die Zusammenstezung der Fachjury 2025 finden Sie nachfolgend:

    • Fachjury 2025

      • Dr. Bernhard Opolony (Juryvorsitzender)
      • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

      • Dr. Michael Schneider
      • Landeskompetenzzentrum PFLEGE-DIGITAL Bayern, Bayerisches Landesamt für Pflege

      • Erster Bürgermeister Ludwig Waas
      • Gemeinde Niederwinkling

      • Prof. Dr. Simone Kleespies
      • Katholische Stiftungshochschule München, ehemalige Dekanin der Fakultät Gesundheit und Pflege

      • Kristina Notz
      • Social Start-Up Hub Bayern

      • Laura Stahl
      • Bayern Innovativ

      • Theresa Schäfer
      • Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten

      • Joachim Görtz
      • bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

      • Markus Donhauser
      • donhauser postweiler architekten, Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer

    Impressionen der Preisverleihung

    Die Preisverleihung sowie die Würdigung der Anerkennungsträger*innen fanden im Rahmen des 4. Kongresses „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ am 26. März 2026 in Regensburg statt.

    Die drei Preisträger*innen wurden mit einer Laudatio von Frau Staatsministerin Judith Gerlach ausgezeichnet und erhielten zudem ein Preisgeld. Ebenfalls wurden die drei Träger*innen der Anerkennungen geehrt: In Form von kurzen Interviews wurden ihre Projekte der Fachöffentlichkeit vorgestellt und gewürdigt.

    Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Im Anschluss hatten die Preisträger*innen im Rahmen des Marktes der Möglichkeiten Gelegenheit, Fragen von interessierten Teilnehmenden zu beantworten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

    Nachfolgend sind einige Impressionen der Preisverleihung dargestellt.

    Fotos der Preisträger*innen

    Fotos der Träger*innen von Anerkennngen

    Fotos: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, 4. Fachkongress „Gute Pflege in Bayern“ am 26. März 2026 in Regensburg.

    Wettbewerb 2022

    Der Wettbewerb „Innovative Wege zur Pflege 2022“ würdigte zukunftsweisende Projekte und Initiativen, die neue Impulse für die Weiterentwicklung der Pflege setzen. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs im Jahr 2022 standen innovative Wohn- und Pflegekonzepte im ambulanten oder teilstationären Bereich, die pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen unterstützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

    Beteiligt waren Projekte in unterschiedlichster Trägerschaft, darunter Kommunen, Vereine, Verbände, Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, Schulen, Unternehmen sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts. Diese Vielfalt spiegelt die breite Verantwortung und das gemeinsame Engagement für eine zukunftsfähige Pflege wider.

    Die Preisträger*innen des Wettbewerbs 2022

    Im Wettbewerb „Innovative Wege zur Pflege 2022“ wurden die drei herausragenden Projekte mit Preisgeldern in Höhe von 1.000 bis 3.000 Euro geehrt. Die Auszeichnung nahm Herr Staatsminister Klaus Holetschek persönlich im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung am 10. Oktober 2022 in Memmingen vor.

    Lernen Sie die ausgezeichneten Projekte des Wettbewerbs 2022 durch den folgenden Videobeitrag kennen:

    Nachfolgend finden Sie zudem die Steckbriefe der ausgezeichneten Projekte:

  • Junge Hand hält liebevoll die Hand einer älteren Person im Rollstuhl.

    1. Preis
    Pflegekrisendienst BRK Kreisverband Erding

    • 85435 Erding
    • Ca. 94.000 Einwohner*innen der teilnehmenden Gemeinden

    Der Pflegekrisendienst bietet kurzfristige, kostenlose Unterstützung in akuten Pflegesituationen, übernimmt Grundpflege und entlastet Angehörige für bis zu fünf Tage, wenn keine andere Hilfe verfügbar ist.

  • Modernes Pflegeheim oder Wohnprojekt für Senior:innen in einem alpinen Holzbau mit Gartenanlage.

    2. Preis
    Selbstbestimmt Leben und Wohnen am Rathausplatz MARO Genossenschaft eG

    • 83246 Unterwössen
    • 3.600 Einwohner*innen

    Das barrierefreie Wohnprojekt vereint eine aktive Hausgemeinschaft mit medizinischer Versorgung vor Ort und stärkt die soziale Teilhabe durch gemeinsame Flächen und Arbeitsgruppen.

  • Senior:innen streicheln und pflegen gemeinsam einen Esel auf einem Bauernhof.

    3. Preis
    Besuche auf dem Bauernhof Gemeinde Holzgünz

    • 87752 Holzgünz
    • ca. 1.300 Einwohner*innen

    Das offene, kostenlose Angebot ermöglicht generationenübergreifenden Kontakt von Menschen mit und ohne Demenz, unterstützt von geschulten Ehrenamtlichen. Es baut Hemmschwellen ab, entlastet Angehörige und integriert das Thema Demenz ins Gemeindeleben.

  • Träger*innen von Anerkennungen des Wettbewerbs 2022

    Neben den drei Preisträgerprojekten wurden drei weitere Projekte mit einer Anerkennung gewürdigt. Auch diese Auszeichnung erfolgte im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung in Memmingen.

    Lernen Sie die Anerkennungsträger*innen des Wettbewerbs 2022 durch die jeweiligen Steckbriefe kennen:

  • Anerkennung: Entlastungspflege und Alltagsbegleiter für Kinder mit Behinderung - Dachskinder e.V., Meitingen

    • Meitingen
    • Ca. 241.000 (Einwohner*innen) im gesamten Einzugsgebiet

    Der Entlastungsdienst von Dachskinder e. V. unterstützt Familien von Kindern mit einer Schwerbehinderung durch individuelle Alltagsbegleitung, um frühzeitig zu entlasten und Überforderung vorzubeugen.

  • Anerkennung: Kurzzeitpflege – daheim! - Pflegezentrale Wagner, Geretsried

    • Geretsried
    • 26.044 (Einwohner*innen)

    „Kurzzeitpflege – daheim!“ ermöglicht eine vorübergehende Versorgung pflegebedürftiger Menschen im eigenen Zuhause während der Abwesenheit ihrer Angehörigen und bietet so eine flexible Alternative zur stationären Kurzzeitpflege.

  • Anerkennung: Mobile geriatrische Rehabilitation – Weil`s daheim am schönsten ist - Salve-Mobile Reha, Traunstein

    • Traunstein
    • Ca. 20.000 (Einwohner*innen)

    Die mobile geriatrische Rehabilitation ermöglicht älteren Menschen eine individuell angepasste Behandlung in ihrem häuslichen Umfeld, um Selbstständigkeit zu erhalten und Pflegebedürftigkeit zu reduzieren.

  • Insgesamt erhielten alle Projekte, die eine Platzierung unter den Top-10 erreichten, die Möglichkeit, ihre Projekte im Rahmen einer Plakat-Ausstellung auf der öffentlichen Veranstaltung in Memmingen zu präsentieren. 

    Übrige Projekte einsehen

    Bewertungskriterien:

    • 1. Wirkungsgrad

      Das Projekt unterstützt ältere und pflegebedürftige Menschen dabei, möglichst lange selbstbestimmt im eigenen häuslichen Umfeld leben zu können – auch bei bestehendem Pflegebedarf. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die vorhandenen Versorgungs– und Infrastrukturen im sozialen Nahraum gezielt zu ergänzen und zu verbessern.

      Dabei orientiert sich das Projekt konsequent an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort.
      Durch die aktive Einbindung bürgerschaftlichen Engagements wird das soziale Leben gestärkt und bereichert.

      Ein zentrales Element ist zudem die Vernetzung: Das Projekt verbindet kommunales Engagement, Bürgerbeteiligung sowie die Aktivitäten von lokalen Akteuren, Anbieter*innen und Leistungserbringer*innen, um gemeinsam tragfähige und nachhaltige Strukturen zu schaffen.

    • 2. Innovationsgrad

      Das Projekt basiert auf einer grundlegend neuartigen Idee und setzt innovative Impulse im bestehenden Versorgungsumfeld.

      Bestehende Angebote werden gezielt weiterentwickelt und an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen angepasst.

      Durch die Verknüpfung mit vorhandenen Strukturen entsteht eine zusätzliche, neuartige Wirkung.

      Ergänzend kommen innovative technische Lösungen zum Einsatz, die die Weiterentwicklung der Angebote unterstützen.

    • 3. Zweckdienlichkeit

      Das Projekt stellt eine nutzenstiftende Innovation dar und eröffnet neue Ansätze im bestehenden Versorgungsumfeld.

      Die Projektidee ist grundsätzlich übertragbar und kann in die Fläche getragen werden.

      Es ist in einer Region angesiedelt, in der die pflegerische Infrastruktur als ausbaufähig gilt und entsprechende Entwicklungspotenziale bestehen.

      Der Bekanntheitsgrad des Projekts ist derzeit noch gering.

      Eine finanzielle Förderung oder Unterstützung besteht aktuell nicht.

    Voraussetzung der Teilnahme und Bewertungskriterien

    Die eingereichten Projekte wurden anhand festgelegter Kriterien beurteilt. Im Mittelpunkt stand die Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Menschen mit dem Ziel, ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben im eigenen häuslichen Umfeld zu ermöglichen.

    Zudem wurde bewertet, inwiefern bestehende Versorgungs- und Infrastrukturen im sozialen Nahraum sinnvoll ergänzt oder weiterentwickelt werden und ob sich das Projekt an den konkreten Bedarfen vor Ort orientierte. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements sowie der Beitrag zur Stärkung des sozialen Lebens in der Gemeinschaft.

    Besonders berücksichtigt wurden Projekte, die unterschiedliche Akteure miteinander vernetzten und eine Verbindung zwischen kommunalem Engagement, Bürgerbeteiligung sowie den Aktivitäten von Anbietern und Leistungserbringern herstellten.

    Von der Teilnahme ausgeschlossen waren Projekte, die die ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen nicht erfüllten, noch nicht umgesetzt wurden oder über keine ausgereifte Projektkonzeption verfügten. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden vollstationäre Einrichtungen.

    Fachjury 2022

    Die abschließende Bewertung sowie die Auswahl der ausgezeichneten Projekte und Anerkennungen wurden von einer Fachjury vorgenommen. Diese setzte sich im Jahr 2022 aus Fachleuten unterschiedlicher Bereiche zusammen, darunter Wissenschaft, kommunale Praxis und Politik sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention und des Bayerischen Landesamtes für Pflege. Dadurch war eine breite fachliche Expertise vertreten, die zugleich vielfältige Perspektiven einbrachte.

    Alle Mitglieder waren direkt oder indirekt mit den Themen Seniorenarbeit, Pflege und dem Älterwerden befasst.

    Die Zusammenstezung der Fachjury 2022 finden Sie nachfolgend:

    • Fachjury 2022 (Stand: 2022)

      • Dr. Bernhard Opolony (Juryvorsitzender)
      • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

      • Achim Uhl
      • Bayerisches Landesamt für Pflege

      • Prof. Dr. Veronika Schraut
      • Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

      • Prof. Dr. Martina Wegner
      • Hochschule für angewandte Wissenschaften München

      • Prof. Dr. biol. hum. Horst Kunhardt
      • Technische Hochschule Deggendorf

      • Hubert Plepla
      • Landkreis Unterallgäu

      • Ehemaliger Erster Bürgermeister Reinhard Streng
      • Gemeinde Langenfeld

      • Erster Bürgermeister Martin Stoiber
      • Stadt Cham

      • Siglinde Lebich
      • Modelleinrichtung Alten- und Service-Zentrum Eching

    Impressionen der Preisverleihung

    Die Preisverleihung sowie die Würdigung der Anerkennungsträger*innen fanden im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung am 10. Oktober 2022 in Memmingen statt.

    Fotos der Preisträger*innen

    Fotos der Träger*innen von Anerkennngen

    Fotos: Koordinationsstelle Pflege und Wohnen in Bayern, öffentliche Preisverleihung am 10. Oktober 2022 in Memmingen.

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    Koordinationsstelle Pflege und Wohnen Team in einer Reihe aufgestellt und sitzend sowie lächelnd